Weihnachtskugeln
Weihnachtskugeln gehören zu jedem Weihnachtsfest genauso dazu wie die Bescherung und das Plätzchen backen. Doch dies ist nicht seit jeher so: Erst ab in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Kugeln aus Glas mit denen der Baum zu Weihnachten geschmückt wurde, erfunden. Der Ursprungsort der Weihnachtskugeln liegt in Lauscha in Thüringen. Dort wurden Sie von einem in ärmlichen Verhältnissen lebenden Glasbläser erfunden. Vor dieser Neuerung waren Nüsse oder Äpfel als Baumschmuck üblich. Der Tatsache, dass Dekorationen dieser Art sehr kostspielig waren liegt diese Erfindung zu Grunde.
Im Jahr 1867 wurde eine große Glasanstalt in Lauscha gebaut. Dies war die erste in der Ortschaft. In dieser war es möglich dünne und gleichmäßige Weihnachtskugeln zu fertigen. Später dann wurden die Weihnachtskugeln gefärbt indem sie in Farbe oder Glitter getaucht wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Weihnachtskugeln populärer und die Produktion stieg stark an. Dadurch, dass 1880 erste Weihnachtskugeln in die USA exportiert wurden nahm die Nachfrage enorm zu. Bis vor dem ersten Weltkriegt waren Weihnachtskugeln aus Lauscha die weltweit einzig erhältlichen. Erst nach Ende des Krieges begann die Produktion durch andere Firmen von Weihnachtskugeln. Noch in der heutigen Zeit werden in dem Geburtsort dieses Christbaumschmucks Weihnachtskugeln von hoher Qualität produziert. Durch ihre alte Geschichte haben sie einen hohen ideellem Wert.
Heute gibt es in nahezu jedem Kaufhaus in der Winterzeit die Möglichkeit Weihnachtskugeln zu erwerben. Hierbei handelt es sich meist um industrielle Massenfertigungen dessen Vorteil deutlich im vergleichsweise niedrigen Preis liegt. Hier sind auch Produkte aus bruchfestem Kunststoff erhältlich. Eine weitere Möglichkeit ist der Erwerb von Weihnachtskugeln auf einem Weihnachtsmarkt. Hier handelt es sich oft um handgeblasene Unikate von hoher Qualität. Auch liebevoll verzierte Einzelstücke sind zu Erwerben die einem Weihnachtsbaum eine spezielle Note geben.